Hundeverbot in der Innenstadt-Ohne uns!

Schlechte Zeiten für Vierbeiner in der Innenstadt
Tierschutzverein Berlin übt scharfe Kritik an geplantem Hundeverbot, Tiernotarzt Berlin schließt sich an!

Mit Empörung und Unverständnis reagieren Berliner Tierfreunde f auf das in der Berliner Innenstadt geplante Hundeverbot in Grünanlagen und Parks. „Sollte dieses Beispiel Schule machen, hat Berlin sein Image als tierfreundliche Stadt verwirkt“, sagte Marcel Gäding vom Tierschutzverein am Mittwoch.

Medienberichten zufolge plant der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Hunde aus Grünanlagen und Parks zu verbannen. Bereits Ende 2009 hatte der Bezirk Pankow vereinzelt Flächen für Hunde sperren lassen. Wer gegen die Regelungen verstößt, riskiert empfindliche Geldbußen. „Statt sich Gedanken über qualifizierte Freilauflächen zu machen, handeln die Innenstadtbezirke kurzsichtig“, so Gäding. Die Leidtragenden sind die Hunde, denen immer mehr die Möglichkeit genommen wird, sich artgerecht zu bewegen und auszutoben. „Bei allem Verständnis für den Ärger durch die Hinterlassenschaften von Hunden macht es sich die Bezirkspolitik einfach und schafft nicht nachvollziehbare Tatsachen“, erklärte Marcel Gäding. Sinnvoller wäre es, den Dialog mit uneinsichtigen Hundebesitzern zu suchen. Die Erfahrung aus anderen Berliner Bezirken zeigt beispielsweise, dass nach der Schaffung großzügiger Hundeauslaufflächen die Verschmutzung von Gehwegen und Grünanlagen etwa durch Hundekot deutlich zurückgegangen ist. Vorbildlich ist hier Charlottenburg-Wilmersdorf. In der City West wurden innerhalb kurzer Zeit Hundeauslaufgebiete eröffnet.

Der Tierschutzverein für Berlin wird gegen die in Friedrichshain-Kreuzberg geplante Regelung Protest einlegen. Denn Hunde gehören zu Berlin und sind für viele Menschen wichtige Partner auf vier Pfoten. Viele Bewohner der Innenstadt können sich die tägliche Fahrt in entlegene Auslaufgebiete am Stadtrand schlichtweg nicht leisten. „Statt an vermeintlichen Saubermann-Strategien zu arbeiten, sollte das zuständige Bezirksamt pfiffige Konzepte für Mensch und Hund entwickeln“, sagte Gäding. Der Tierschutzverein stehe hierfür jederzeit als Gesprächspartner zur Verfügung.


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